19.02.2018

EU-Handelsabkommen mit Mercosur darf nicht auf Kosten der europäischen Landwirtschaft gehen!

Albert Deß lehnt die EU-Pläne zur Erhöhung der Rindfleischimporte aus den Mercosur-Ländern ab. „Die Rahmenbedingungen des Handelsabkommens für den landwirtschaftlichen Sektor müssen so geregelt werden, dass die europäische Landwirtschaft am Ende nicht zum Verlierer dieses EU-Abkommens wird. Ein besonderer Schutz für die sensiblen Produktbereiche wie Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch, Getreide, Zucker und Ethanol ist notwendig“, fordert Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

„Wir brauchen faire und ausgewogene Handelsabkommen, die dazu beitragen, dass der europäische Markt nicht überlastet wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass Wachstum und Arbeitsplätze in unseren ländlichen Gebieten gefährdet werden“, erklärt der bayerische Abgeordnete Albert Deß.

Bereits im Herbst 2010 hat Albert Deß den sogenannten „Qualitätsaußenschutz“ gefordert. Die Einfuhren aus Nicht-EU-Staaten müssen demnach den hohen europäischen Standards für Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz sowie sozialen Standards entsprechen. „Die Europäische Kommission ist aufgefordert, diesen Parlamentsbeschluss bei den Verhandlungen von bilateralen Handelsabkommen der Europäischen Union zu beachten“, so Albert Deß weiter.

Für Albert Deß ist es unverständlich, dass in den laufenden Verhandlungen die EU-Kommission Zugeständnisse macht, ohne die Auswirkungen der Gespräche über den Austritt Großbritanniens zu beachten. Zurzeit sind ca. 50% des irischen Rindfleischs für den britischen Markt bestimmt. „Wir dürfen den europäischen Rindfleischmarkt in einem Handelsabkommen mit den lateinamerikanischen Ländern nicht weiter unter Druck setzen“, so Albert Deß abschließend.

Albert Deß MdEP

Aktuelle Pressemeldungen