30.11.2017

Mitteilung von Phil Hogan zur Zukunft der GAP wird im EP-Agrarausschuss sorgfältig überprüft

Agrarkommissar Phil Hogan hat eine einfachere, umweltfreundlichere und weniger bürokratische Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik angekündigt. „Wir werden im Agrarausschuss dieses Thema intensiv diskutieren und die grund-sätzlichen Aussagen der Kommission sorgfältig prüfen“, erklärt Albert Deß, agrar-politischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Es ist wichtig, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auch "gemeinsam" bleibt. „Die Ansätze von Hogan für mehr Renationalisierung der GAP lehne ich deshalb strikt ab, weil unnötige Wettbewerbsverzerrungen die logische Folge wären. Wich-tig ist es, dass die Mitgliedstaaten ihre Vorschläge jetzt in die Diskussion einbrin-gen“, so Albert Deß.

Für Albert Deß ist unverzichtbar die Beibehaltung der bewährten 2-Säulen-Struktur, die auch genau abgegrenzt sein muss. Ein weiterer wesentlicher Punkt für die Landwirte ist die Beibehaltung der „gemeinschaftlichen“ ersten Säule, da-mit sie verlässliche Zahlungen haben, um ihre Betriebe weiterzuentwickeln. „Eine langjährige Forderung von mir ist eine weitere Angleichung der Agrarzahlungen zwischen und in den Mitgliedstaaten. Es ist erfreulich, dass der Agrarkommissar dieses Thema aufgegriffen hat. Leider steht im Papier von Hogan gar nichts zur Angleichung der Agrarzahlungen in den Mitgliedstaaten“, so der bayerische CSU-Agrarpolitiker.

„Um auf Preisschwankungen und Marktkrisen zeitnah und effektiv reagieren zu können, brauchen wir wirksame und flexible Instrumente, wie z.B. eine Ad-Hoc-Intervention im Milchbereich. In Krisenzeiten bei Milch ist es erforderlich, dass zeit-lich befristet europaweite, obligatorische und unbürokratische Maßnahmen zur Reduzierung der Milchproduktion beschlossen werden. Agrarpolitiker aller Frakti-onen fordern diese Instrumente schon lange ein, diese Thematik hat der Kommis-sar Hogan nicht aufgegriffen“, stellt Albert Deß fest.

Phil Hogan nennt in seiner Mitteilung viele wichtige Ziele der „neuen“ Agrarpolitik - von Innovation über Klimawandel bis zur Migration. Gleichzeitig gibt es wenig Hinweise auf die primären Ziele der europäischen Landwirtschaft wie die Er-zeugung von Lebensmitteln und die Pflege der Kulturlandschaft. Diese Ziele müssen auch betriebswirtschaftlich betrachtet werden, damit unsere Betriebe eine faire Chance auf dem Markt haben können. „Nur so kann es gelingen, junge Leu-te für landwirtschaftliche Berufe zu begeistern, damit es auf unseren Betrieben auch in Zukunft gut weitergeht“, so Albert Deß abschließend.

Albert Deß MdEP

Aktuelle Pressemeldungen

"Wasser ist unser wichtigstes Gut. Wir müssen dafür sorgen, dass man mit dieser wertvollen Ressource sparsam umgeht“, erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Die Position des Agrarausschusses zu den Mindestanforderungen für die Wasserwiederverwendung wurde mit großer Mehrheit angenommen. In der Verordnung werden die Mindestanforderungen wie auch das Verfahren für die Genehmigung der Lieferung von aufbereitetem Wasser festgelegt. Betroffen sind die Unternehmen, die beabsichtigen, Wasser aus einer kommunalen Abwasserbehandlungsanlage zu verwerten. „Es muss dafür gesorgt werden, dass bei der Umsetzung dieser Verordnung keine höheren Belastungen oder unfaire Kosten entstehen. Darüber hinaus müssen alle Mitgliedstaaten die vorgeschlagene Verordnung auf die gleiche Weise umsetzen“, fordert Albert Deß.

Moderne und leistungsfähige Technik in der Landwirtschaft ist unverzichtbar, um die Ernährung für eine steigende Weltbevölkerung zu sichern. Gerade technische Innovationen helfen mit, damit wir unsere Flächen noch umweltfreundlicher bewirtschaften können. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, besuchte der bayerische Abgeordnete Albert Deß den Landmaschinenhersteller Kuhn in Saverne in der Nähe von Straßburg. „Es ist beindruckend zu sehen, wie aus einer einfachen Dorfschmiede im Jahre 1828, gegründet von Joseph Kuhn, eines der führenden Landmaschinen-Unternehmen mit Standorten in der ganzen Welt entstanden ist“, erklärte der Europaabgeordnete Albert Deß.