04.10.2017

Wissenschaftlicher Ansatz in den Debatten zu Glyphosat und zu anderen chemischen Stoffen ist zwingend notwendig!

Das Europäische Parlament befasst sich zunehmend mit der Regulierung oder Zulassung von chemischen Stoffen, die in der Landwirtschaft Anwendung finden. Die Diskussionen über Glyphosat, endokrine Disruptoren und Acrylamide wie auch deren Auswirkungen in der Praxis werden intensiv geführt.
„Leider finden in diesen Debatten wissenschaftliche Forschungsergebnisse kaum oder gar keine Berücksichtigung“, stellt Albert Deß fest.

„Der Einsatz von Glyphosat oder die wissenschaftlichen Zusammenhänge bei endokrinen Disruptoren wie auch deren Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Tätigkeit sind zum Teil sehr komplex und technisch. Eine Entscheidung über die Verwendung verschiedener chemischer Stoffe bedarf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage“, erklärt der bayerische Europaparlamentarier Albert Deß.

Die Debatte über eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat dauert bereits über ein Jahr. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen und der daraus folgenden bescheinigten Unbedenklichkeit wurde die Zulassung von Glyphosat in einem ersten Verfahren nicht verlängert. Vielmehr wurde die Aufmerksamkeit auf fragwürdige und nicht faktenbasierte Argumente gelenkt. Das Gleiche gilt für die endokrinen Disruptoren.

„Die Politik muss der Wissenschaft vertrauen, gerade wenn es um hoch technische Entscheidungen geht. Unabhängig davon sind wissenschaftliche Erkenntnisse natürlich auch kritisch zu überprüfen und politisch zu bewerten. Eine abschließende politische Entscheidung ist aber nur möglich, wenn sie auf der Grundlage von verlässlichen Daten getroffen wird“, so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

„Mir fehlt bei vielen dieser Debatten die Sachlichkeit. Deshalb plädiere ich dafür, die Diskussionen auf einer wissenschaftlich basierten Grundlage zu führen. Emotionsgetriebene und ideologisch geprägte Aussagen sind nicht zielführend“, so Albert Deß abschließend.

Albert Deß MdEP

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Anlässlich des Internationalen Welternährungstages am 16.10.2018 verweist Albert Deß auf den jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation. Danach leben die Europäer immer länger und gesünder als noch vor einigen Jahren. Binnen fünf Jahren ist die Lebenserwartung der Menschen in der Europäischen Region um ein Jahr gestiegen.

„Und das, obwohl nach Ansicht von ideologisch angehauchten Nichtregierungsorganisationen vor allem aus dem grünen Lager die Lebensmittel immer schlechter werden, die Landwirtschaft alles kaputt wirtschaftet und die Luftverschmutzung immer mehr zunimmt“, so Albert Deß.

Der Bericht über unlautere Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette wurde im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments abgestimmt. Danach erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament folgendes: "Mit diesem Votum haben wir einen ersten Schritt geschaffen, um einer immer größer werdenden Dominanz von einzelnen Handelsketten im nationalen wie auch regionalen Markt entgegen zu wirken“.

„Die Konzentration beim Einzelhandel in der EU soll eingeschränkt werden. Das soll durch ein Verbot von unlauteren Praktiken in den Vertragsbeziehungen zwischen Landwirten und Handel geschehen“, so Albert Deß weiter. Ziel ist es, die Verhandlungsposition der landwirtschaftlichen Erzeuger in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette zu stärken; unter anderem sollen Rabatte und Listungsgebühren abgeschafft werden. Angenommen wurde auch ein Antrag, dass für Umwelt- und Tierschutzstandards ausschließlich der Gesetzgeber und nicht Handelsketten zuständig sind.


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