21.06.2017

Konzentration von Handelsketten muss auf den Prüfstand!

Eine zunehmend besorgniserregende Konzentration von Handelsketten in der EU stand im Mittelpunkt einer Parlamentsdebatte im Agrarausschuss. Abgeordnete des Agrarausschusses sowie drei Agrarminister setzten sich verstärkt für eine legislative Grundlage zur Stärkung der Landwirte in der Nahrungsmittel-versorgungskette ein.

„Wir brauchen faire, transparente und verbindliche Wettbewerbsregeln in der EU, um die dominante Position von Handelsketten im nationalen als auch regionalen Markt einzuschränken“, erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

„Dringende Minimalforderungen sind eine maximale 30-tägige Zahlungsfrist im Lebensmittelsektor, Netto-Netto-Preise bei der Preisgestaltung als auch das Verbot aller Listungsgebühren. Erforderlich ist auch, dass bei allen Handelsmarken der Herstellername in gleicher Größe darzustellen ist”, so der CSU-Agrarpolitiker Albert Deß für die EVP-Fraktion. „Ein Diktat der Handelsketten, wie der Landwirt zu produzieren hat, bedeutet `Gesetzgebung am Gesetzgeber‘ vorbei. Dies muss europaweit unterbunden werden“, so Albert Deß.

Der Abgeordnete Deß appellierte an die zuständigen Kommissare Phil Hogan und Margrethe Vestager: „Gemeinsamer Handel erfordert gemeinsame Regeln. Das Parlament und der Rat haben wiederholt die Kommission aufgefordert, konkrete legislative Maßnahmen noch bis Ende dieses Jahres vorzuschlagen. Ein sachgerechter EU-Rechtsrahmen mit Mindeststandards zu unfairen Handelspraktiken ist unabdingbar“.

Für weitere Informationen:
Albert Deß MdEP, Tel. +32 2284 7231

Albert Deß MdEP

Aktuelle Pressemeldungen

Das Europäische Parlament hat Maßnahmen zur Einbeziehung der Emissionen und des Abbaus von Treibhausgasen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) verabschiedet. Diese Verordnung ist der Teil des von der Europäischen Kommission im Juli 2016 präsentierten Pakets zur Klima- und Energiepolitik bis 2030. Im Kern geht es um die Erfassung der Treibhausgase, die in der Land- und Forstwirtschaft ausgestoßen und aufgenommen werden.

„Wir leisten damit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Stärkung der Bioökonomie. Berücksichtigt werden dabei die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie der Aufwuchs und die Nutzung von Holz. Eine funktionsfähige und nachhaltige Forstwirtschaft muss darauf ausgelegt werden, dass sie sich positiv auf den Wald und die Umwelt auswirkt. Nachhaltigkeit ist schon immer eine Grundlage zukunftsorientierter Waldwirtschaft“, so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Die EU-Agrarpolitik steht vor großen Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können und auch auf Fehlentwicklungen bei der jetzigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu reagieren, erstellten führende EVP-Agrarpolitiker unter der Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ein Strategiepapier.

Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, stellt dazu fest: „In vielen Gesprächsrunden hat sich die EVP auf wichtige Eckpunkte für die zukunftsorientierte Ausrichtung der Agrarpolitik verständigt“. Wichtig sind für Albert Deß das klare Bekenntnis zur Beibehaltung der 2-Säulen-Struktur und die Aufforderung zur Überprüfung, das Greening in die 2 Säule zu verschieben.