20.03.2017

„Pflanzenschutzmittel Glyphosat nicht krebserregend“

Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) mit Sitz in Finnland hat das lang erwartete Gutachten zu Glyphosat veröffentlicht. Darin wird das weltweit oft eingesetzte Pflanzenschutzmittel als "nicht krebserregend" eingestuft. „Entgegen allen Unkenrufen und Verteufelungen, auch von Seiten des Bundesumweltministeriums, wurde Glyphosat eine Unbedenklichkeit für die menschliche Gesundheit attestiert. Dieses ist ein Sieg der Wissenschaft, besonders über unglaubwürdige NGO Kampagnen“, erklärt der bayerische CSU-Europaabgeordnete Albert Deß.

Die Zulassung für das Pflanzenschutzmittel war im Sommer des Vorjahres abgelaufen, da sich die EU-Mitgliedstaaten nicht über eine Verlängerung einig werden konnten. Die EU-Kommission verlängerte daraufhin vorübergehend die Zulassung von Glyphosat und beauftragte die EU-Chemikalienagentur ein Gutachten über die Auswirkungen von Glyphosat vorzulegen, da diese erklärte, dass sie sich bei ihrer Entscheidung über eine Zulassungsverlängerung strikt von den "wissenschaftlichen Ergebnissen" der ECHA-Untersuchung leiten lassen werde.

„Das Gutachten der ECHA gilt als wichtiger Schritt zu einer weiteren Zulassung des Pflanzenschutzmittel Glyphosat in der EU. Der Einsatz von Glyphosat ist für viele unserer Landwirte wichtig und das Ergebnis hebt die seit Jahrzehnten bekannten Eigenschaften von Glyphosat hervor und untermauert frühere Sicherheitsbewertungen", so Albert Deß.

„Die EU-Kommission hat im letzten Jahr mit der Verlängerung der Zulassung für Glyphosat sehr richtig und verantwortlich gehandelt und wurde nun in ihrem Handeln bestätigt. Ganz im Gegenteil zu den Mitgliedstaaten, die in ihrem Abstimmungsverhalten eine Diskrepanz zwischen ihrem Handeln in Brüssel und politischen Erklärungen auf nationaler Ebene dargelegt haben und sich nicht an wissenschaftliche Fakten gehalten haben. Dieses ist schlichtweg gegenüber unseren Landwirten verantwortungslos“, so Albert Deß abschließend.

Albert Deß MdEP

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Bei der Halbzeitbewertung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurde eine Einigung erzielt. Unter der Leitung von Berichterstatter Albert Deß handelten Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten im sogenannten Omnibus-Verfahren einen Kompromiss aus.

„Wir haben ein gutes Ergebnis für unsere Landwirte erreicht. Mit der Einigung wird die Agrarpolitik praxisgerechter und einfacher. Besonders freut es mich, dass es gelungen ist, die Möglichkeit zu mehr Biodiversität zu schaffen. So können in Zukunft im Rahmen des Greenings sowohl Elefantengras, Durchwachsende Silphie und Honigpflanzen angebaut werden. Zudem wurde bei Eiweißpflanzen der Gewichtungsfaktor von 0,7 auf 1,0 angehoben“, erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Das Europäische Parlament befasst sich zunehmend mit der Regulierung oder Zulassung von chemischen Stoffen, die in der Landwirtschaft Anwendung finden. Die Diskussionen über Glyphosat, endokrine Disruptoren und Acrylamide wie auch deren Auswirkungen in der Praxis werden intensiv geführt.
„Leider finden in diesen Debatten wissenschaftliche Forschungsergebnisse kaum oder gar keine Berücksichtigung“, stellt Albert Deß fest.

„Der Einsatz von Glyphosat oder die wissenschaftlichen Zusammenhänge bei endokrinen Disruptoren wie auch deren Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Tätigkeit sind zum Teil sehr komplex und technisch. Eine Entscheidung über die Verwendung verschiedener chemischer Stoffe bedarf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage“, erklärt der bayerische Europaparlamentarier Albert Deß.


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