01.06.2018

EU-Parlament beschließt Empfehlungen für eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)

Das Europäische Parlament hat seine Beratungen zu einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik mit einer Abstimmung im Plenum beendet. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Kommissionsvorschlags zur Zukunft der Ernährung und Landwirtschaft appellieren die Abgeordneten an die Kommission, auch in Zukunft eine finanziell gut ausgestatte GAP zu gewährleisten. Des Weiteren fordern sie, jedwede Renationalisierung der GAP abzulehnen und warnen vor einer möglichen Wettbewerbsverzerrung auf dem Binnenmarkt.

„Mit unserer Abstimmung haben wir Eckpfeiler für die zukünftige GAP gesetzt. Besonders freut es mich, dass es uns gelungen ist, die in einigen Mitgliedstaaten gewährten ausufernden hohen Zahlungen der 1. Säule zu deckeln. Dieses verringert die Wettbewerbsverzerrungen zwischen den europäischen Landwirten. Die GAP braucht auch weiterhin einen starken gemeinsamen Ansatz mit einem gut ausgestatteten Budget. Die Kommission wird aufgefordert, ein einmaliges Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln bis kurz nach der Aussaat auf allen Flächen mit Eiweißpflanzen zuzulassen“, erklärt der bayerische Europaabgeordnete und Sprecher der EVP-Fraktion im Agrarausschuss Albert Deß.

Es ist wichtig, dass die GAP weiterhin auf dem bewährten 2-Säulen-Modell beruht. Die Direktzahlungen sollen auch weiterhin komplett aus dem EU-Haushalt finanziert werden. Die immer noch sehr unterschiedlichen Höhen der Direktzahlungen in den Mitgliedsstaaten müssen weiter angeglichen werden. Besonders in die Bereiche Innovation, Forschung und intelligente Landwirtschaft muss weiter investiert werden.

„Obwohl es noch viel Gesprächsbedarf zu den Vorschlägen der Kommission geben wird, war es wichtig, den Standpunkt des Parlaments frühzeitig zu übermitteln. Die Kommission ist gut beraten, unsere Empfehlungen aufzugreifen. Die zukünftige Agrarpolitik muss vor allem unseren Landwirten dienen. Sie darf nicht mit überzogenen Regeln überhäuft werden und es ist darauf zu achten, dass sie auch praktikabel umgesetzt werden kann. Vorrangige Aufgabe unserer Landwirte ist und bleibt die Produktion von gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln“, so Albert Deß abschließend.

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Albert Deß MdEP

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Moderne und leistungsfähige Technik in der Landwirtschaft ist unverzichtbar, um die Ernährung für eine steigende Weltbevölkerung zu sichern. Gerade technische Innovationen helfen mit, damit wir unsere Flächen noch umweltfreundlicher bewirtschaften können. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, besuchte der bayerische Abgeordnete Albert Deß den Landmaschinenhersteller Kuhn in Saverne in der Nähe von Straßburg. „Es ist beindruckend zu sehen, wie aus einer einfachen Dorfschmiede im Jahre 1828, gegründet von Joseph Kuhn, eines der führenden Landmaschinen-Unternehmen mit Standorten in der ganzen Welt entstanden ist“, erklärte der Europaabgeordnete Albert Deß.

Anlässlich des Internationalen Welternährungstages am 16.10.2018 verweist Albert Deß auf den jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation. Danach leben die Europäer immer länger und gesünder als noch vor einigen Jahren. Binnen fünf Jahren ist die Lebenserwartung der Menschen in der Europäischen Region um ein Jahr gestiegen.

„Und das, obwohl nach Ansicht von ideologisch angehauchten Nichtregierungsorganisationen vor allem aus dem grünen Lager die Lebensmittel immer schlechter werden, die Landwirtschaft alles kaputt wirtschaftet und die Luftverschmutzung immer mehr zunimmt“, so Albert Deß.


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