28.11.2011

Albert Deß bei der 23. Agrarkredittagung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin: "Agrarpolitik soll praxisgerecht werden!"

MdEP Albert Deß am Rednerpult

Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion, nahm als Redner an der 23. Agrarkredittagung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin mit dem Titel "Zukunftsperspektiven der Europäischen Agrarpolitik" teil.

Im Blickpunkt der Diskussionsteilnehmer, unter anderem Bundesagrarministerin Ilse Aigner und Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner, waren die jüngsten Vorschläge der Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bis 2020. Am meisten kritisierten Albert Deß und die Podiumsteilnehmer die vom Agrarkommissar Ciolos vorgeschlagenen Begrünungsmaßnahmen in der ersten Säule, vor allem die ökologische Flächenstilllegung von 7%.

"Angesichts der neuen Herausforderungen wie beispielsweise Ernährungssicherheit ist die ökologische Flächenstilllegung von 7 Prozent als eine der Begrünungsmaßnahmen unverantwortlich", erklärte Albert Deß am Rande.

"Die Kommissionsvorschläge bedeuten mehr Bürokratie und Last für die Landwirte. Die Kommission hat ihre Chance vertan, so wie vom Parlament gefordert, die europäische Agrarpolitik zu vereinfachen", bedauerte der Agrarpolitiker Albert Deß.

"Sämtliche Greening-Maßnahmen müssen auf bestehenden Strukturen aufbauen. Gleichzeitig müssen die Vorschläge flexibler gestaltet werden, um unterschiedliche landwirtschaftliche Bedingungen in Europa zu berücksichtigen", forderte Albert Deß.

"Wir werden mit dem Rat die Ciolos-Vorschläge so verbessern, dass sie praxisgerecht werden und mit weniger Bürokratie auskommen", betonte Albert Deß abschließend.

« Zurück

Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den aktuellen Förderleitfaden mit den Informationen rund um die Förderprogramme der Europäischen Union. Nutzen Sie ihn!

Albert Deß


 
Seite
123 456

Am Dienstag, 10.04.2012 sprach Albert Deß in der Bayerischen Landesvertretung vor fünfzig Vertretern der Katholischen Landvolkbewegung aus mehreren europäischen Ländern zu den Herausforderungen der GAP in der bäuerlichen Landwirtschaft.

Der bayerische Agrarpolitiker ging dabei zunächst auf die veränderten Mitwirkungsmöglichkeiten nach dem Vertrag von Lissabon ein. Vor Lissabon, so Deß, hatte das Parlament nur ein Anhörungsrecht und konnte über die Geschäftsordnung der Ausschüsse Einfluss nehmen auf die Politik der Kommission. "Seit Lissabon aber sind wir auf Augenhöhe mit den Regierungschefs. Ohne Zustimmung des Parlaments wird es in Zukunft keine Agrarpolitik mehr geben", führte Albert Deß weiter aus.

In seiner Rede vor mehr als 100 Zuhörern in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland sprach Herr Deß diese Woche zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013.

Der agrarpolitische Sprecher der EVP Fraktion zeigte sich in seiner Rede enttäuscht von der Position der Kommission. Mit Nachdruck forderte er weniger Verwaltungsausgaben und weniger Bürokratie. "Immer wenn ich Barroso in den letzten sieben Jahren gesehen habe, spricht er von Bürokratieabbau und der Schaffung von Arbeitsplätzen und bisher habe ich davon noch nicht allzu viel gesehen", so Deß.


Seite
123 456