Albert Deß bei der 23. Agrarkredittagung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin: "Agrarpolitik soll praxisgerecht werden!"
MdEP Albert Deß am Rednerpult
Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion, nahm als Redner an der 23. Agrarkredittagung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin mit dem Titel "Zukunftsperspektiven der Europäischen Agrarpolitik" teil.
Im Blickpunkt der Diskussionsteilnehmer, unter anderem Bundesagrarministerin Ilse Aigner und Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner, waren die jüngsten Vorschläge der Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bis 2020. Am meisten kritisierten Albert Deß und die Podiumsteilnehmer die vom Agrarkommissar Ciolos vorgeschlagenen Begrünungsmaßnahmen in der ersten Säule, vor allem die ökologische Flächenstilllegung von 7%.
"Angesichts der neuen Herausforderungen wie beispielsweise Ernährungssicherheit ist die ökologische Flächenstilllegung von 7 Prozent als eine der Begrünungsmaßnahmen unverantwortlich", erklärte Albert Deß am Rande.
"Die Kommissionsvorschläge bedeuten mehr Bürokratie und Last für die Landwirte. Die Kommission hat ihre Chance vertan, so wie vom Parlament gefordert, die europäische Agrarpolitik zu vereinfachen", bedauerte der Agrarpolitiker Albert Deß.
"Sämtliche Greening-Maßnahmen müssen auf bestehenden Strukturen aufbauen. Gleichzeitig müssen die Vorschläge flexibler gestaltet werden, um unterschiedliche landwirtschaftliche Bedingungen in Europa zu berücksichtigen", forderte Albert Deß.
"Wir werden mit dem Rat die Ciolos-Vorschläge so verbessern, dass sie praxisgerecht werden und mit weniger Bürokratie auskommen", betonte Albert Deß abschließend.

