Polen setzt auf Landwirtschaft!
Anfang Juli hat Polen die Ratspräsidentschaft in der EU übernommen. "Landwirtschaft wird ein wichtiges Anliegen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft sein. Das hat der polnische Agrarminister Marek Sawicki diese Woche im EP-Agrarausschuss versichert", freut sich der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß.
In der zweistündigen Debatte mit den Europaabgeordneten hat der polnische Vorsitzende des Agrarrates Marec Sawicki seine Schwerpunkte für die europäische Agrarpolitik vorgestellt. Entscheidend ist für den polnischen Ratsvorsitz die Debatte zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bis 2020. Die Kommission wird im Herbst ihre legislativen Vorschläge dem Rat und dem Parlament unterbreiten, wie die Ausrichtung der GAP nach 2013 aussehen soll. "Als Parlament werden wir unser Mitentscheidungsrecht nach den Verträgen von Lissabon stark nutzen und die Entscheidungen zur GAP-Reform aktiv begleiten", betont der Berichterstatter für die GAP-Reform Albert Deß (EVP/CSU).
Besonders diskutiert werden das künftige System der Direktzahlungen, ländliche Entwicklung und Marktregulierungsinstrumente. Polen strebt die Ausarbeitung eines neuen Systems der Direktzahlungen an, welches auf objektiven und nicht historischen Kriterien basieren wird. Eine künftige Verteilung der Agrarmittel zwischen den Mitgliedstaaten wie auch innerhalb der Mitgliedstaaten steht auch in diesem Zusammenhang zur Debatte. Die Vereinfachung der GAP bleibt eine Priorität für die polnische Ratspräsidentschaft
Weitere Schwerpunkte sind die Entwicklung von erneuerbaren Energien in ländlichen Gebieten, die Zukunft von Milchmärkten, Qualitäts- und Absatzförderungspolitik in Europa.
"Ich bin sicher, dass wir mit Minister Marek Sawicki, den ich schon einige Male getroffen habe, einen starken Fürsprecher für die europäischen Landwirte und den ländlichen Raum haben", so Albert Deß.

