06.10.2011

Benachteiligte Gebiete weiter fördern!

Seit langem bemüht sich die Europäische Kommission um eine Neuklassifizierung der benachteiligten Regionen in der Europäischen Union. Kritisch sieht Albert Deß die Neueinstufung der benachteiligten Gebiete nach den, von der Kommission vorgeschlagenen, acht naturgegebenen (biophysikalischen) Kriterien. "Diese Kriterien sind zum Teil ungeeignet. Wir können nicht zulassen, dass es aufgrund dieser Kriterien zu ungerechten Gebietsverschiebungen kommt. Die Beibehaltung der nationalen Regelung auf Basis einer landwirtschaftlichen Vergleichszahl (LVZ) ist eine wesentlich bessere Option", erklärt Albert Deß.

Aus den jetzigen Erklärungen der Kommission ist nicht ersichtlich, dass die Position des Parlaments, die mit der großen Mehrheit beschlossen wurde, berücksichtigt wird. Albert Deß: "Anscheinend haben die Verantwortlichen in der Kommission noch nicht realisiert, dass es den Lissabon-Vertrag gibt. Damit ist das Parlament in der Mitentscheidung und wird darauf drängen, dass die Parlamentspositionen in die Neugestaltung der benachteiligten Gebiete einfließen."

"Ein gemeinsames Vorgehen ist im Umgang mit den benachteiligten Gebieten dringend erforderlich. Die betroffenen Gebiete in der Landwirtschaft sollen weiterhin von der Europäischen Union verstärkt gefördert werden. Eine angemessene Ausgleichzahlung für diese Gebiete ist notwendig, damit sie auch künftig bewirtschaftet  werden und als vitale Lebens- und Wirtschaftsräume erhalten bleiben", fordert der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß.

57 % der allgemein für die Landwirtschaft genutzten Fläche in der EU sind als benachteiligte Gebiete eingestuft. Zu den benachteiligten Gebieten zählen Flächen mit starker Hanglage, einer kürzeren Vegetationszeit, ungünstiger Bodenqualität oder anderen Benachteiligungen. "Um solche Flächen bewirtschaften zu können, brauchen Landwirte weiterhin besondere Ausgleichzahlungen von der EU", betont der Oberpfälzer Europaabgeordnete Albert Deß.

Der Kommissar Cioloș wird am 12. Oktober seine Legislativvorschläge zur Neuabgrenzung vorstellen, an denen dann, zusammen mit den anderen Berichten zur GAP-Reform, das Europäische Parlament arbeiten wird.

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Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

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Am Dienstag, 10.04.2012 sprach Albert Deß in der Bayerischen Landesvertretung vor fünfzig Vertretern der Katholischen Landvolkbewegung aus mehreren europäischen Ländern zu den Herausforderungen der GAP in der bäuerlichen Landwirtschaft.

Der bayerische Agrarpolitiker ging dabei zunächst auf die veränderten Mitwirkungsmöglichkeiten nach dem Vertrag von Lissabon ein. Vor Lissabon, so Deß, hatte das Parlament nur ein Anhörungsrecht und konnte über die Geschäftsordnung der Ausschüsse Einfluss nehmen auf die Politik der Kommission. "Seit Lissabon aber sind wir auf Augenhöhe mit den Regierungschefs. Ohne Zustimmung des Parlaments wird es in Zukunft keine Agrarpolitik mehr geben", führte Albert Deß weiter aus.

In seiner Rede vor mehr als 100 Zuhörern in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland sprach Herr Deß diese Woche zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013.

Der agrarpolitische Sprecher der EVP Fraktion zeigte sich in seiner Rede enttäuscht von der Position der Kommission. Mit Nachdruck forderte er weniger Verwaltungsausgaben und weniger Bürokratie. "Immer wenn ich Barroso in den letzten sieben Jahren gesehen habe, spricht er von Bürokratieabbau und der Schaffung von Arbeitsplätzen und bisher habe ich davon noch nicht allzu viel gesehen", so Deß.


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