03.05.2017

EP-Agrarausschuss schickt Omnibus plangemäß auf die Reise

Deß: „EP-Agrarausschuss schafft gute Grundlage für die Verhandlungen zur Halbzeitbewertung der GAP-Reform“

BRÜSSEL. Der Agrarausschuss setzt sich für eine gezielte Vereinfachung und einige notwendige Korrektur der GAP-Reform ein. „Beim Thema, Dauergrünland‘ wurde eine praktikable Lösung gefunden. Unabhängig von der 5-Jahre-Frist können Gründlandflächen wieder in den Ursprungszustand versetzt werden, z. B. wenn gepachtetes Land wieder zurückgegeben wird“, berichtet Albert Deß, Berichterstatter des Agrarausschusses und agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Zudem werden die ursprüngliche Regelung fürs Ackerrandstreifenprogramm praxisgerechter und der Anbau von zusätzlichen Pflanzen, wie z.B. Elefantengras und Silphie, auf ökologischen Vorrangflächen erlaubt. "Dies dient der Steigerung der Biodiversität", erklärt Albert Deß.

Der Agrarausschuss spricht sich weiterhin für die Unterstützung der Junglandwirte aus, wobei gleichzeitig eine Obergrenze für die Förderung gesetzt wurde. „Damit soll verhindert werden, dass es zu weit überhöhten Zahlungen, an z.B. Agrargroßbetriebe, kommt“, so Albert Deß. „Erfreulich ist auch, dass der Agrarausschuss beschlossen hat, dass die für die Mitgliedstaaten freiwillige Förderung für kleine Betriebe von 1250 auf 2500 Euro verdoppelt wird“, so Deß weiter.
Mit großer Mehrheit wurde der Antrag der EVP-Fraktion angenommen, die Kommission aufzufordern, einen wirksamen Rechtsrahmen zur Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette vorzulegen. „Diese Regelung ist wichtig für die europäische Landwirtschaft, um das Ungleichgewicht zwischen den Erzeugern und Lebensmittelhandel zu beseitigen“, unterstreicht Albert Deß.

Weiterhin sprach sich der Agrarausschuss dafür aus, dass die Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums bis zu einer Neuregelung gültig sind, und zwar über die Legislaturperiode hinaus. „Damit wird erreicht, dass die langfristig angelegten Programme zur Entwicklung des ländlichen Raumes weiterlaufen können“, betont CSU-Agrarpolitiker Albert Deß.

„Mit der heutigen Abstimmung haben wir eine ausgewogene Grundlage für die bevorstehenden Trilogverhandlungen mit Rat und Kommission geschaffen und den Omnibus plangemäß auf die Reise geschickt“, so Albert Deß abschließend.

Für weitere Fragen:
MdEP Albert Deß: +32 228 47231

Albert Deß MdEP

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"Eine Patentierung von Tier- und Pflanzenarten darf es nicht geben", so eine langjährige Forderung von Albert Deß, die das Europäische Patentamt jetzt auch so entschieden hat.

Danach sind Pflanzen- und Tierarten, die ausschließlich durch biologische Züchtungsverfahren gewonnen werden, von der Patentierung ausgeschlossen. „Die biologische Zuchtarbeit ist eine bewährte landwirtschaftliche Praxis und keine neue Entdeckung“, bekräftigt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion.

Eine zunehmend besorgniserregende Konzentration von Handelsketten in der EU stand im Mittelpunkt einer Parlamentsdebatte im Agrarausschuss. Abgeordnete des Agrarausschusses sowie drei Agrarminister setzten sich verstärkt für eine legislative Grundlage zur Stärkung der Landwirte in der Nahrungsmittel-versorgungskette ein.

„Wir brauchen faire, transparente und verbindliche Wettbewerbsregeln in der EU, um die dominante Position von Handelsketten im nationalen als auch regionalen Markt einzuschränken“, erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.


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