03.04.2017

EU-Parlament debattiert Konsequenzen aus brasilianischem Fleischskandal

Europäische Standards beim EU-Handelsabkommen mit Mercosur bewahren!

STRASSBURG. Der Europaabgeordnete Albert Deß (CSU) fordert angesichts des brasilianischen Fleischskandals bessere Kontrollen bei der Einfuhr von Lebensmitteln nach Europa.

"Wir brauchen einen lückenlosen Qualitätsaußenschutz bei Lebensmittelimporten. Der aktuelle brasilianische Rindfleisch-Skandal zeigt deutlich, dass der Zugang zum europäischen Markt noch stärker an die Einhaltung gleicher Standards gebunden sein muss. Der gesamte brasilianische Fleischimport muss einer strengen Prüfung unterzogen werden“, erklärt Albert Deß.

„Beim EU-Handelsabkommen mit Mercosur muss noch stärker darauf geachtet werden, dass unsere europäischen Standards beim Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz sowie soziale Mindeststandards eingehalten werden“, fordert Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Bereits im Herbst 2010 hat Albert Deß den sogenannten „Qualitätsaußenschutz“ gefordert. Die Einfuhren aus Nicht-EU-Staaten müssen demnach den hohen europäischen Standards für Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz sowie sozialen Standards entsprechen. Ein entsprechender Antrag, den Albert Deß mit 76 Kolleginnen und Kollegen im Plenum stellte, wurde mit großer Mehrheit vom Europäischen Parlament angenommen. „Die Europäische Kommission ist aufgefordert, diesen Parlamentsbeschluss bei den Verhandlungen von bilateralen Handelsabkommen der Europäischen Union zu beachten“, so Albert Deß.

Am heutigen Abend debattiert das Europäische Parlament über mögliche Konsequenzen aus den Vorfällen. Die Abgeordneten fordern von der EU-Kommission eine Übersicht, in welche EU-Länder das Gammelfleisch importiert wurde, und wollen wissen, warum die bestehenden europäischen Kontrollmechanismen, den jahrelangen Betrug nicht aufgedeckt haben.

Für weitere Informationen:
Albert Deß MdEP, Tel. +32 2284 7231

 

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Albert Deß MdEP

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"Eine Patentierung von Tier- und Pflanzenarten darf es nicht geben", so eine langjährige Forderung von Albert Deß, die das Europäische Patentamt jetzt auch so entschieden hat.

Danach sind Pflanzen- und Tierarten, die ausschließlich durch biologische Züchtungsverfahren gewonnen werden, von der Patentierung ausgeschlossen. „Die biologische Zuchtarbeit ist eine bewährte landwirtschaftliche Praxis und keine neue Entdeckung“, bekräftigt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion.

Eine zunehmend besorgniserregende Konzentration von Handelsketten in der EU stand im Mittelpunkt einer Parlamentsdebatte im Agrarausschuss. Abgeordnete des Agrarausschusses sowie drei Agrarminister setzten sich verstärkt für eine legislative Grundlage zur Stärkung der Landwirte in der Nahrungsmittel-versorgungskette ein.

„Wir brauchen faire, transparente und verbindliche Wettbewerbsregeln in der EU, um die dominante Position von Handelsketten im nationalen als auch regionalen Markt einzuschränken“, erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.


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