18.11.2010

Die EU braucht eine leistungsfähige Agrarpolitik nach 2013

Deß zum Ciolos-Bericht: Parlament hat in nächster Zeit große Aufgabe

Mit Verzögerung wird heute die Mitteilung über die Zukunft der GAP vorgestellt. "Die heute vorgelegten Agrarpläne der EU-Kommission sind wenig aussagekräftig. Der Vorschlag der Kommission wirft viele Fragen auf und gibt wenig Antworten. Es ist eine grundsätzliche Diskussionsgrundlage für das Parlament. Jetzt haben wir die Aufgabe, einen konkreten Bericht zu erarbeiten", so Albert Deß (CSU), Sprecher der EVP-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments. Albert Deß ist zugleich auch Berichterstatter für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik.

"Die Europäische Union braucht auch nach 2013 eine leistungsfähige Landwirtschaftspolitik, die für eine ausreichende Versorgung unserer Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmittel sorgt, unsere Umwelt und das Klima schützt, und einen lebensfähigen ländlichen Raum garantiert. Die heute vorgelegten Pläne der EU-Kommission zeigen ein klares Bekenntnis zur Zwei-Säulen-Struktur mit dem Erhalt der Direktzahlungen und der Förderung des ländlichen Raums. Das ist ein wichtiger Grundstein für die jetzt beginnenden Verhandlungen", so Deß.

Nötig seien zudem eine Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, sowie eine Vereinfachung der von den Landwirten einzuhaltenden "Cross Compliance"-Regeln. Mit den heutigen Vorschlägen der Kommission werden diese Ziele nicht erreicht. "Die vorgeschlagenen Umweltschutzauflagen dürfen für die Landwirte nicht zu mehr Bürokratie führen!", forderte Deß.

Zudem enthalte die heute vorgelegte Mitteilung noch keine Aussage über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik. "Auch nach 2013 muss die europäische Agrarpolitik ausreichend finanziert sein, um den Landwirten eine angemessene Lebensgrundlage zu sichern und weiter eine flächendeckende Landwirtschaft in Europa zu ermöglichen. Dabei drängt die Zeit, denn Europas Landwirte brauchen ausreichend Planungssicherheit, um sich auf die neuen Rahmenbedingungen nach Auslaufen der aktuellen Finanzierungsperiode 2013 einzustellen", so Deß.

Deß kündigte an, das Europäische Parlament werde mit seinem Bericht klar Position beziehen für den folgenden Legislativvorschlag. "Als Mitgesetzgeber in der Europäischen Landwirtschaftspolitik werden wir uns der  Verantwortung stellen, um die Grundlage für eine leistungsfähige und nachhaltige europäische Landwirtschaftspolitik nach 2013 zu erarbeiten". 

 

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Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

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Albert Deß


 
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In der Resolution zur Biopatentierung fordert das Europäische Parlament eine sachgerechte Umsetzung der EU-Biopatentrichtilnie. Das Parlament ist gegen die Patentierung von biologischem Verfahren bei Pflanzen- und Tierzüchtung. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß begrüßte das Votum im Plenum: "Die klassischen Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft wie Kreuzung und Selektion sind keine neuen Verfahren, sondern eine landwirtschaftliche Praxis. Daher dürfen sie nicht patentierbar sein!" Die jüngsten Entscheide zu Brokkoli, Tomaten und Melonen zeigen deutlich, dass immer mehr versucht wird, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen anzumelden.

Bis zum Jahr 2014 sollen europaweite Gebühren für Telefonate, Kurznachrichten und Datentransfer weiterhin stark abnehmen. Diesem Kommissionsvorschlag stimmt heute das Europäische Parlament in Brüssel zu.


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