Albert Deß im Gespräch mit Staatsminister Helmut Brunner
Die Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stand im Mittelpunkt der Gespräche bei einem Brüssel-Besuch des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner. Neben MdEP Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion, traf Staatsminister Brunner unter anderem mit dem Vorsitzenden des Agrarausschusses, Paolo De Castro (Italien) und EVP-Fraktionschef Joseph Daul (Frankreich) zusammen.
"Wer zukunftsfähige Agrarpolitik machen will, kommt am Europäischen Parlament nicht vorbei", sagte Albert Deß am Rande des Treffens. Deshalb ist ein enger Kontakt zwischen der bayerischen Staatsregierung und den Abgeordneten im Europäischen Parlament wichtig. Deß verweist in diesem Zusammenhang auf das Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages, der die Rolle des Parlaments und der Parlamentarier gerade im Agrarbereich entscheidend stärkt. Vorrangiges Ziel europäischer Agrarpolitik ist die Ernährungssicherung für 500 Mio. Einwohner, dazu brauchen die Landwirte in der EU faire Rahmenbedingungen.
In den Gesprächen mit Helmut Brunner herrschte Einigkeit darüber, dass Europa auch in Zukunft eine starke und aktive Agrarpolitik braucht. Deß und Brunner erteilten daher dem bedingungslosen Laisser-faire auf den Märkten eine klare Absage. "Wir stehen für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und die Stärkung des ländlichen Raums", sagte Albert Deß. "Die kurzen Wege zwischen den Landwirtschaftsministerien in Berlin und München und den CSU-Abgeordneten in Brüssel werden wir nutzen, um auch im globalen Wettbewerb die Herausforderungen der Zukunft zu meistern", so Deß abschließend.


