Europa braucht weiterhin eine starke Agrarpolitik
Albert Deß begrüßt Diskussion mit Landwirtschaftskommissar Ciolos in Straßburg
Der agrarpolitische Sprecher der EVP Fraktion Albert Deß, MdEP, hat den EU Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dacian Ciolos nach Straßburg eingeladen. Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft des Europäischen Parlaments diskutierte mit ihm über die Ausrichtung der Agrarpolitik nach 2013. In diesem Zusammenhang forderte der bayerische Abgeordnete Albert Deß den Kommissar auf, sich verstärkt für eine starke GAP einzusetzen. "Die Beibehaltung einer starken GAP ist wichtig. Ich fordere den Kommissar auf, die beiden Säulen der Agrarpolitik aufrechtzuhalten. Die erste Säule ist notwendig als Unterstützung zur Ernährungssicherung für über 500 Millionen Menschen in Europa bei höchsten Qualitätsanforderungen. Die zweite Säule brauchen wir für Agrarumweltmaßnahmen und zum Ausgleich der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten", erklärte Albert Deß.
Die Diskussion über die Agrarpolitik nach 2013 nimmt erste Züge an. Ende 2011 muss der erste Reformvorschlag auf dem Tisch liegen. "Erstes Ziel ist es, die Agrargelder im jetzigen Umfang zu erhalten" so Albert Deß. "Ich habe den Agrarkommissar aufgefordert, sich dafür einzusetzen. Die Landwirtschaft steht vor vielen neuen Herausforderungen. Diese können nur bewältigt werden, wenn auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen ", erklärte Albert Deß weiter.
Neben der finanziellen Ausstattung des Agrarhaushalts, geht es vor allem um die Ausrichtung der Direktzahlungen. "Wir hatten eine sehr konstruktive Diskussion mit dem Kommissar. Wir begrüßen außerordentlich, dass er uns in den wichtigen Fragen des Agrarhaushalts aber auch der Angleichungen der Direktzahlungen seine vollste Unterstützung zugesagt hat" sagte der EU Abgeordnete.
Es war der erste Besuch des Kommissars Ciolos bei der EVP Arbeitsgruppe. "Herr Ciolos hat mit seinem Besuch gezeigt, wie wichtig das Europäische Parlament bei den Verhandlungen über eine neue Agrarpolitik ist. In Zukunft gibt es keinen Weg am Europäischen Parlament vorbei. ", so Deß abschließend.

