10.03.2010

Europa braucht weiterhin eine starke Agrarpolitik

Albert Deß begrüßt Diskussion mit Landwirtschaftskommissar Ciolos in Straßburg

Der agrarpolitische Sprecher der EVP Fraktion Albert Deß, MdEP, hat den EU Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dacian Ciolos nach Straßburg eingeladen. Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft des Europäischen Parlaments diskutierte mit ihm über die Ausrichtung der Agrarpolitik nach 2013. In diesem Zusammenhang forderte der bayerische Abgeordnete Albert Deß den Kommissar auf, sich verstärkt für eine starke GAP einzusetzen. "Die Beibehaltung einer starken GAP ist wichtig. Ich fordere den Kommissar auf, die beiden Säulen der Agrarpolitik aufrechtzuhalten. Die erste Säule ist notwendig als Unterstützung zur Ernährungssicherung für über 500 Millionen Menschen in Europa bei höchsten Qualitätsanforderungen. Die zweite Säule brauchen wir für Agrarumweltmaßnahmen und zum Ausgleich der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten", erklärte Albert Deß.

Die Diskussion über die Agrarpolitik nach 2013 nimmt erste Züge an. Ende 2011 muss der erste Reformvorschlag auf dem Tisch liegen. "Erstes Ziel ist es, die Agrargelder im jetzigen Umfang zu erhalten" so Albert Deß. "Ich habe den Agrarkommissar aufgefordert, sich dafür einzusetzen. Die Landwirtschaft steht vor vielen neuen Herausforderungen. Diese können nur bewältigt werden, wenn auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen ", erklärte Albert Deß weiter.

Neben der finanziellen Ausstattung des Agrarhaushalts, geht es vor allem um die Ausrichtung der Direktzahlungen. "Wir hatten eine sehr konstruktive Diskussion mit dem Kommissar. Wir begrüßen außerordentlich, dass er uns in den wichtigen Fragen des Agrarhaushalts aber auch der Angleichungen der Direktzahlungen seine vollste Unterstützung zugesagt hat" sagte der EU Abgeordnete.

 Es war der erste Besuch des Kommissars Ciolos bei der EVP Arbeitsgruppe. "Herr Ciolos hat mit seinem Besuch gezeigt, wie wichtig das Europäische Parlament bei den Verhandlungen über eine neue Agrarpolitik ist. In Zukunft gibt es keinen Weg am Europäischen Parlament vorbei. ", so Deß abschließend.

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MdEP Albert Deß mit Agrarkommissar Ciolos

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Albert Deß Aktuelles:

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1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

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In der Resolution zur Biopatentierung fordert das Europäische Parlament eine sachgerechte Umsetzung der EU-Biopatentrichtilnie. Das Parlament ist gegen die Patentierung von biologischem Verfahren bei Pflanzen- und Tierzüchtung. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß begrüßte das Votum im Plenum: "Die klassischen Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft wie Kreuzung und Selektion sind keine neuen Verfahren, sondern eine landwirtschaftliche Praxis. Daher dürfen sie nicht patentierbar sein!" Die jüngsten Entscheide zu Brokkoli, Tomaten und Melonen zeigen deutlich, dass immer mehr versucht wird, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen anzumelden.

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