Kommission eröffnet Handelsabkommen mit Mercosur-Ländern
Folgen für die Europäische Landwirtschaft nicht abschätzbar
Die Europäische Kommission hat die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) erneut eröffnet.
Albert Deß kritisiert dieses Vorgehen: "Ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ist politisch ein falsches Signal. Es besteht die Gefahr, dass damit weitreichende negative Folgen für die Europäische Landwirtschaft entstehen. Mit diesem Abkommen betreiben wir den Ausverkauf der europäischen Landwirtschaft, besonders bei der Rinderproduktion", so der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion.
Dem zuständigen Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dacian Ciolos ist es nicht gelungen, eine ausreichende Unterstützung gegen eine Eröffnung der Verhandlungen zu bekommen. Die interne Runde aller EU Kommissare hat sich mehrheitlich für ein Handelsabkommen mit den Südamerikanischen Ländern ausgesprochen.
"Besonders Brasilien will den freien Marktzugang für seine Agrarprodukte zu den Europäischen Märkten. Durch das Handelsabkommen mit der EU hat Brasilien kein Interesse mehr an einem WTO-Abkommen. Das hätte aber gravierende Folgen für den Welthandel", so der bayerische CSU Abgeordnete Albert Deß.
"Das Europäische Parlament hat sich wiederholt gegen ein Mercosur-Abkommen ausgesprochen. Dieses geht zu Lasten der europäischen Erzeuger, weil gerade Brasilien die hohen qualitativen Standards der EU nicht erfüllt. Das gilt besonders bei den Bereichen Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz. Deshalb werde ich alles versuchen, um dieses Abkommen zu unterbinden", so Albert Deß abschließend

