04.06.2010

Kommission eröffnet Handelsabkommen mit Mercosur-Ländern

Folgen für die Europäische Landwirtschaft nicht abschätzbar

Die Europäische Kommission hat die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) erneut eröffnet.

Albert Deß kritisiert dieses Vorgehen: "Ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ist politisch ein falsches Signal. Es besteht die Gefahr, dass damit weitreichende negative Folgen für die Europäische Landwirtschaft entstehen. Mit diesem Abkommen betreiben wir den Ausverkauf der europäischen Landwirtschaft, besonders bei der Rinderproduktion", so der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion.

Dem zuständigen Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Dacian Ciolos ist es nicht gelungen, eine ausreichende Unterstützung gegen eine Eröffnung der Verhandlungen zu bekommen. Die interne Runde aller EU Kommissare hat sich mehrheitlich für ein Handelsabkommen mit den Südamerikanischen Ländern ausgesprochen.

"Besonders Brasilien will den freien Marktzugang für seine Agrarprodukte zu den Europäischen Märkten. Durch das Handelsabkommen mit der EU hat Brasilien kein Interesse mehr an einem WTO-Abkommen. Das hätte aber gravierende Folgen für den Welthandel", so der bayerische CSU Abgeordnete Albert Deß.

"Das Europäische Parlament hat sich wiederholt gegen ein Mercosur-Abkommen ausgesprochen. Dieses geht zu Lasten der europäischen Erzeuger, weil gerade Brasilien die hohen qualitativen Standards der EU nicht erfüllt. Das gilt besonders bei den Bereichen Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz. Deshalb werde ich alles versuchen, um dieses Abkommen zu unterbinden", so Albert Deß abschließend

« Zurück

Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den aktuellen Förderleitfaden mit den Informationen rund um die Förderprogramme der Europäischen Union. Nutzen Sie ihn!

Albert Deß


 
Seite
1 23456

In der Resolution zur Biopatentierung fordert das Europäische Parlament eine sachgerechte Umsetzung der EU-Biopatentrichtilnie. Das Parlament ist gegen die Patentierung von biologischem Verfahren bei Pflanzen- und Tierzüchtung. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß begrüßte das Votum im Plenum: "Die klassischen Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft wie Kreuzung und Selektion sind keine neuen Verfahren, sondern eine landwirtschaftliche Praxis. Daher dürfen sie nicht patentierbar sein!" Die jüngsten Entscheide zu Brokkoli, Tomaten und Melonen zeigen deutlich, dass immer mehr versucht wird, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen anzumelden.

Bis zum Jahr 2014 sollen europaweite Gebühren für Telefonate, Kurznachrichten und Datentransfer weiterhin stark abnehmen. Diesem Kommissionsvorschlag stimmt heute das Europäische Parlament in Brüssel zu.


Seite
1 23456