Reform der Agrarpolitik/ Europas Landwirte brauchen weiter Unterstützung
Europas Landwirte müssen auch in Zukunft ausreichend von der EU unterstützt werden, um die strengen EU-Standards einhalten und die Nahrungsmittelsicherheit garantieren zu können. Dies forderte der Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, Albert Deß (CSU), bei der gestrigen Anhörung des Landwirtschaftsausschusses des Europäischen Parlaments über die im November 2010 vorgelegte Kommissionsmitteilung.
"Auch nach Auslaufen der bisherigen Förderperiode 2013 muss die EU die Landwirte ausreichend unterstützen, damit diese die Nahrungsmittelversorgung garantieren und dabei die EU-Auflagen zum Umweltschutz, zur Landschaftspflege sowie einer artgerechten Tierhaltung erfüllen können". Neben den Direktzahlungen an die Landwirte müsse auch die Förderung des ländlichen Raums beibehalten werden. "Das Zwei-Säulen-Modell hat sich bewährt und muss fortgeführt werden", so Deß.
"Bei der anstehenden Agrarreform müssen wir aber darauf achten, dass die EU-Auflagen mit wenig Bürokratie wirkungsvoll umgesetzt werden. Dies betrifft vor allem die Cross-Compliance-Regeln, die überarbeitet und vereinfacht werden müssen", so Deß.
Zudem forderte Deß, dass auch Importe landwirtschaftlicher Produkte aus Ländern außerhalb Europas die strengen Umwelt- und Tierschutzstandards der EU einhalten müssen. "Die EU darf nicht länger zusehen wie der Markt mit billigen Importen aus Drittstaaten überschwemmt wird, die nur deshalb so wenig kosten weil sie nicht den strengen europäischen Anforderungen an den Schutz von Tier und Umwelt genügen. Hier muss gleiches Recht für alle gelten".

