17.02.2011

Europa darf nicht von Lebensmittelimporten abhängig werden

Die EU muss Preisschwankungen bei Lebensmitteln entschieden entgegentreten, forderte heute das Europäische Parlament. So müsse die EU-Kommission die Preisschwankungen auf dem Weltmarkt beobachten und den Einfluss von Spekulanten untersuchen. Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA müsse mehr Rechte bekommen, um Spekulationen auf den Märkten zu unterbinden.

"Die sichere Versorgung mit Lebensmitteln muss eine Priorität der Europäischen Union sein. Der EU-Haushalt muss dazu beitragen, dass Landwirtschaft in Europa weiter möglich ist, damit Europa seine Bevölkerung weiterhin unabhängig von der Situation auf den Weltmärkten versorgen kann. Europa darf nicht von Importen abhängig werden", so der Landwirtschaftssprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Dess (CSU), der auch Berichterstatter für die Zukunft der EU-Agrarpolitik nach 2013 ist.

Dess warnte vor den negativen Folgen einer Preisspirale für Landwirte, die sich zum einen steigenden Benzin- und Energiekosten gegenübersehen, und zum anderen gestiegene Auflagen zum Umweltschutz und zur Landschaftspflege erfüllen müssen. "Je unrentabler die Landwirtschaft in Europa für den einzelnen Landwirt wird, desto mehr ist die EU von Importen und damit Spekulanten auf den Weltmärkten abhängig. Die EU muss auch in Zukunft den Landwirten unter die Arme greifen, damit eine verantwortungsbewusste und umweltschonende Landwirtschaft in Europa noch möglich ist".

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Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den aktuellen Förderleitfaden mit den Informationen rund um die Förderprogramme der Europäischen Union. Nutzen Sie ihn!

Albert Deß


 
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In der Resolution zur Biopatentierung fordert das Europäische Parlament eine sachgerechte Umsetzung der EU-Biopatentrichtilnie. Das Parlament ist gegen die Patentierung von biologischem Verfahren bei Pflanzen- und Tierzüchtung. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß begrüßte das Votum im Plenum: "Die klassischen Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft wie Kreuzung und Selektion sind keine neuen Verfahren, sondern eine landwirtschaftliche Praxis. Daher dürfen sie nicht patentierbar sein!" Die jüngsten Entscheide zu Brokkoli, Tomaten und Melonen zeigen deutlich, dass immer mehr versucht wird, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen anzumelden.

Bis zum Jahr 2014 sollen europaweite Gebühren für Telefonate, Kurznachrichten und Datentransfer weiterhin stark abnehmen. Diesem Kommissionsvorschlag stimmt heute das Europäische Parlament in Brüssel zu.


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