Kompromiss über Klonfleisch verfehlt - Albert Deß enttäuscht über Handeln des Ministerrates gegen Bürgerwillen
Darf Klonfleisch auf Europas Teller? Nein, sagen das Europäische Parlament und eine Mehrheit der europäischen Bürger. "Im Vermittlungsausschuss sind wir aber leider an der Kompromisslosigkeit des EU-Ministerrates gescheitert, so der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß.
"Ich bedauere sehr, dass es nicht gelungen ist, eine Regelung für Klonfleisch zu finden und dass die Mitgliedstaaten gegen den Parlamentsvorschlag abgestimmt haben. Ich bin aber weiter der Meinung, dass die Versorgungslage in der EU ausreichend ist. Es gibt keinen Anlass, in Europa auf Fleisch geklonter Tiere zurückzugreifen. Außerdem müssen Fragen der Tiergesundheit und der Ethik berücksichtigt werden", so der Oberpfälzer Abgeordnete Albert Deß.
"Mit der Agrarministerin Ilse Aigner haben wir eine Verbündete, die für Verbraucherrechte eintritt und das Klonen in der Lebensmittelproduktion ablehnt", fügt Albert Deß hinzu.
Das Europäische Parlament fordert seit langem ein Verbot des Klonens von Tieren zu Zwecken der Lebensmittelproduktion. Es spricht somit die Sprache seiner Bürgerinnen und Bürger. Denn die überwiegende Mehrheit der europäischen Verbraucher ist gegen das Klonen zur Nahrungsmittelproduktion.
Der Ministerrat hat nicht nur ein Verbot sondern sogar den Kompromissvorschlag für eine Kennzeichnung abgelehnt. Die Überarbeitung der Verordnung über neuartige Lebensmittel ist somit gescheitert. Das bedeutet, dass sich die Regeln für das Klonen von Tieren in Europa nicht ändern. Die aus den Klonen hergestellten Nahrungsmittel bleiben zulassungspflichtig und werden nur dann in Verkehr gebracht, wenn sie nach einer behördlichen Prüfung und einer Sicherheitsbewertung zugelassen worden sind.
"Die EU-Kommission soll so schnell wie möglich ein neues Gesetzgebungsverfahren starten", fordert Albert Deß.

