07.05.2008

Keine Mauschelei bei Futtermitteln - Hauptinhaltsstoffe sollen offengelegt werden

"Bei Futtermitteln müssen die wesentlichen Inhaltsstoffe in Prozenten angegeben werden. Dafür setze ich mich bei meiner Berichterstattung im Agrarausschuss ein", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Berichterstatter für die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament zum Thema Futtermittel.

Bei der Aussprache im Agrarausschuss bezog Albert Deß klar Position: "Unsere Landwirte haben ein Recht darauf, zu wissen, wie hoch der genaue Anteil der bestimmenden Inhaltsstoffe in gekauften Futtermitteln ist. Ich fordere, dass zumindest so viele Futterkomponenten mit prozentualem Anteil aufgeführt sind, bis 80 % des Gewichtsvolumens erreicht sind."

Eine deutliche Absage erteilte Albert Deß dem Vorschlag der EU-Kommission, dass Futtermittelfirmen Angaben nur in absteigenden Gewichtsanteilen angeben müssen. "Dieser Vorschlag hat mit Transparenz, Sicherheit und Verbraucherschutz nichts zu tun." Der Landwirt wird zum Bittsteller der Futtermittelindustrie degradiert und bekommt im besten Fall Angaben mit einer Schwankungsbreite von plus minus 15 % geliefert. Sollte der Hersteller etwa den Weizenanteil als "sensible Geschäftsinformation" betrachten, braucht er laut der vorgeschlagenen EU-Verordnung gar keine Information liefern.

"Bei den Mikrokomponenten kann für die Futtermittelhersteller das Recht auf geistiges Eigentum greifen. Aber um eine Vertrauensbasis im Futtermittelbereich zwischen Lieferant und Landwirt zu schaffen, brauchen wir ein hohes Maß an Transparenz und keine Mauschelei. Nur so ist auch ein fairer Wettbewerb zwischen den Anbietern von Futtermitteln möglich", so Albert Deß.

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Albert Deß MdEP

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