Pläne der Kommission zum Milchmarkt gehen nicht weit genug/ Faire Vertragsbeziehungen zwischen Handel und Molkereien sind notwendig
Welche Chancen für die Milchwirtschaft? Das war die Leitfrage des Milchgipfels 2011 in Brüssel. Albert Deß als Diskussionsteilnehmer stellte seine Überlegungen zur Verbesserung der Milchmarktsituation vor.
"Die jüngsten Vorschläge der Kommission zur Optimierung der Verhandlungsmacht von Milcherzeugern sind zwar richtig, aber gehen nicht weit genug. Um eine flächendeckende Milchwirtschaft zu unterstützen, brauchen wir weitere Instrumente. Faire Rahmenbedingungen sind dringend notwendig, um die Marktposition der Milcherzeuger zu stärken", erklärt agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament Albert Deß.
"Konkret stelle ich mir vor, dass wir in Europa ein verpflichtendes Zahlungsziel von 30 Tagen für Milchprodukte festlegen, so wie Frankreich bereits ein Zahlungsziel im Fleischbereich hat. Der Handel versucht die Zahlungsziele immer weiter zu verlängern. Das muss ein Ende haben", so der Oberpfälzer Abgeordnete Albert Deß.
"Die Einrichtung einer Ombudsstelle könnte für die Beobachtung der Marktteilnehmer-Beziehungen hilfreich sein", so Albert Deß.
"Unser Ziel muss sein, eine zukunftsorientierte Milchwirtschaft zu ermöglichen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene müssen wir uns für eine erfolgreiche Molkereiwirtschaft einsetzen und im Sinne unserer Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger handeln, " so Deß abschließend.

