25.05.2011

Weichenstellungen für eine erfolgreiche Agrarpolitik: EP-Agrarausschuss einigt sich auf Grundzüge für EU-Agrarreform

Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments hat sich auf Grundzüge für die künftige EU-Agrarpolitik nach 2013 verständigt. Dabei gelang es dem Berichterstatter Albert Deß (CSU), einen fraktionsübergreifenden Kompromiss zu einer gemeinsamen Positionsbestimmung zu erreichen, der eine Basis für den kommenden Gesetzgebungsentwurf bildet.

Die Agrarexperten des Europaparlaments sprachen sich für die Einführung von zusätzlichen Umweltschutzmaßnahmen aus, die im Rahmen bestehender Systeme umgesetzt werden müssen. Mit dem sogenannten "Greening" sollen die Direktzahlungen an die Erfüllung von Umweltauflagen gekoppelt werden. Dazu könnten der Erhalt von Grünflächen und Ressourcenschutz zählen. Um diese Umweltmaßnahmen einführen zu können, verlangte der Ausschuss eine Beibehaltung des künftigen EU-Agrarhaushalts zumindest auf dem Niveau von 2013, sowie den Erhalt des bewährten Zwei-Säulen-Modells. Des Weiteren müsse die Verteilung der Direktzahlungen an die Landwirte in den EU-Staaten stärker angeglichen werden. Nötig sei zudem ein Abbau von Bürokratie und Verwaltungskosten in den Mitgliedstaaten.

"Angesichts einer zunehmenden Weltbevölkerung und den Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz brauchen wir auch künftig eine wettbewerbsfähige und nachhaltige EU-Agrarpolitik. Die Landwirtschaftspolitik muss auch nach 2013 die Versorgung der europäischen Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen und gleichzeitig bezahlbaren Lebensmitteln leisten, und zum Schutz der Umwelt beitragen. Dafür benötigen unsere Landwirte einen angemessenen Ausgleich", betonte Deß.

Nach der heutigen Abstimmung im Agrarausschuss wird über den Bericht von Albert Deß voraussichtlich im Juni II - Plenum des Europäischen Parlaments abgestimmt.

Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Die europäische Landwirtschaft hat zwei zentrale Herausforderungen, die sie künftig bewältigen muss:

1) Wie kann, vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung, der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und knapper werdender Ressourcen eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden?

2) Wie kann die Landwirtschaft zu Wachstum und Beschäftigung beitragen?

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 12.03-15.03.2012 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

Mitte Februar in Straßburg haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Abstimmung im Plenum das Milchpaket beschlossen. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß, bezeichnete das Milchpaket einen "guten Beitrag zur Zukunftssicherung der europäischen Milchbauern".

Die Kommission hat Ende 2011 vier Vorschläge für die Reform der GAP nach 2013 vorgelegt. Sie betreffen die Direktzahlungen, die gemeinsame Marktorganisation (einheitliche GMO), die Entwicklung des ländlichen Raums sowie die Finanzierung der GAP.

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Albert Deß


 
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In der Resolution zur Biopatentierung fordert das Europäische Parlament eine sachgerechte Umsetzung der EU-Biopatentrichtilnie. Das Parlament ist gegen die Patentierung von biologischem Verfahren bei Pflanzen- und Tierzüchtung. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß begrüßte das Votum im Plenum: "Die klassischen Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft wie Kreuzung und Selektion sind keine neuen Verfahren, sondern eine landwirtschaftliche Praxis. Daher dürfen sie nicht patentierbar sein!" Die jüngsten Entscheide zu Brokkoli, Tomaten und Melonen zeigen deutlich, dass immer mehr versucht wird, Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen anzumelden.

Bis zum Jahr 2014 sollen europaweite Gebühren für Telefonate, Kurznachrichten und Datentransfer weiterhin stark abnehmen. Diesem Kommissionsvorschlag stimmt heute das Europäische Parlament in Brüssel zu.


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