08.12.2009

Kormoran: Tierschutz darf keine Einbahnstraße sein!

Kür des Kormorans zum "Vogel des Jahres" ist Provokation

"Die Kür des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 ist eine Provokation", sagte MdEP Albert Deß, Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament. „Die Begründung der Wahl ist pauschalierend, ungenau, unzutreffend und damit schlichtweg falsch." Deß nimmt zur vor kurzem bekanntgegebenen Wahl des Vogels durch den Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und den Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisch Stellung. Statt das Augenmerk der Öffentlichkeit auf seltene und gefährdete Vogelarten zu lenken, nutzen die beiden Organisationen die Gelegenheit, wieder neuen Streit zu entfachen und Teichwirte und Fischer zu diskreditieren, so Deß.

Bis Ende der 1970er Jahre war der Kormoran vergleichsweise nicht häufig. In den folgenden Jahren führten intensive Schutzbemühungen jedoch zu einem gewaltigen Populationsanstieg. Nur die an der Küste lebende Rasse ist als heimisch zu bezeichen; deren Bestände sind annähernd gleich geblieben. Die Bedrohung geht von der zugewanderten Festlandrasse des Kormorans aus, die sich im Binnenland explosionsartig vermehrt hat.

Als obligatorische Fischfresser, die pro Tag zwischen 500 und 1.000 Gramm Fisch vertilgen, drohen die Vögel mittlerweile, die europäischen Teichwirte zu ruinieren. Vor allem die Satzkarpfen im zweiten Jahr sind die ideale Beute für den Kormoran. Als effizienter Jäger bleibt er so lange in der Nähe eines Teichs, bis dieser nahezu leergefischt ist. Auch die Schäden in den Binnengewässern sind mittlerweile evident und bedrohen vor allem in Salmonidengewässern den Schutz der stark bedrohten Fischarten.

„Offensichtlich stehen beim Natur- und Vogelschutz nicht mehr der Mensch und eine lebenswerte Natur im Vordergrund, sondern populistische Provokation. Europas Fischzüchter, die mit ihren Teichen wertvolle ökologische Räume schaffen, sollen wieder in ein schlechtes Licht gerückt werden. Das ist unredlich", sagte der Europaabgeordnete. Richtig sei vielmehr, dass die massenhafte Vermehrung von Arten, die Schäden anrichten wie der Kormoran, nicht mehr eines besonderen Schutzes sondern eines effektiven Managements bedürfen.

Daher sei es notwendig und richtig, durch gezielte Abschüsse oder sonstige geeignete Maßnahmen die Bestände wieder auf ein normales, d. h. naturverträgliches Maß zu reduzieren. "Den Fischern und Teichwirten geht es nicht um ein paar einzelne Fische, aber wenn der Teich leer gefressen wird und die wirtschaftlichen Schäden unzumutbar werden, dann ist das Maß voll", so Deß abschließend.

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Kormorane fügen Fischen schwere Verletzungen zu!





Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 06.-09. September 2010 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

„Entdeckt Europa – Europa in der Grundschule“ – das sind 21 Arbeitsblätter und ein Lehrerheft. Sie sollen Grundschulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit dem Thema „Europa“ und „Europäische Union“ vertraut machen und erscheinen jetzt in zweiter Auflage.

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den aktuellen Förderleitfaden mit den Informationen rund um die Förderprogramme der Europäischen Union. Nutzen Sie ihn!

Albert Deß

Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Deß (CSU), begrüßt den Beschluss der Bundesregierung zur Kürzung der Förderung von Solaranlagen. Es ist unstrittig, dass Solarstrom eine Zukunftstechnologie in Deutschland und gerade auch in Bayern ist. Die Korrektur ist aber notwendig, um falsche Anreize zum Nachteil der Landwirtschaft zu vermeiden.

 

"Die Kür des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 ist eine Provokation", sagte MdEP Albert Deß, Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament. „Die Begründung der Wahl ist pauschalierend, ungenau, unzutreffend und damit schlichtweg falsch." Deß nimmt zur vor kurzem bekanntgegebenen Wahl des Vogels durch den Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und den Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisch Stellung. Statt das Augenmerk der Öffentlichkeit auf seltene und gefährdete Vogelarten zu lenken, nutzen die beiden Organisationen die Gelegenheit, wieder neuen Streit zu entfachen und Teichwirte und Fischer zu diskreditieren, so Deß.