Reden

Herr Präsident, Herr Kommissar! Ich freue mich, dass der Bericht über Sondermaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft zugunsten der Regionen in äußerster Randlage der Europäischen Union hier so einvernehmlich diskutiert worden ist.

Albert Deß, im Namen der PPE-Fraktion . – Frau Präsidentin, Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Im vergangenen Jahr und auch im heurigen haben Milchbauern auch in Brüssel sehr lautstark für ihr Anliegen protestiert. In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, als ob nur Milchbauern in einer schwierigen Situation seien. Tatsache ist, dass auch andere Betriebszweige davon betroffen sind. Im Gegensatz zu unseren Milchbauern sind es die Ferkelerzeuger, Schweinemäster, Geflügelhalter, Obst- und Gemüsebauern, Winzer und auch Getreidebauern gewohnt, dass es bessere und schlechtere Jahre gibt, und deshalb melden sich diese Gruppen auch nicht so lautstark zu Wort. Ich finde es trotzdem gut, dass wir heute auch die Situation dieser Betriebe beleuchten.

Frau Präsidentin! Herr Kommissionsvertreter! Für uns im Europaparlament ist es wichtig, dass wir uns mit dem Thema „Hunger in der Welt“ befassen. Wir können es nicht kommentarlos hinnehmen, dass die Zahl der Menschen, die Hunger leiden – darunter viele Kinder –, zunimmt.

Frau Präsidentin! Frau Kommissarin! Ich bin Frau Herranz García dankbar, dass sie dieses Thema heute ins Parlament gebracht hat. Was wir hier diskutieren, ist eine Grundsatzdiskussion im Nahrungsmittelbereich. Mir geht es nicht darum, Brasilien oder andere Länder an den Pranger zu stellen. Grundsatzfrage ist: Brauchen wir im Interesse des Verbraucherschutzes diese strengen Auflagen für die europäische Agrarproduktion? Wird diese Frage mit Ja beantwortet, dann ist Verbraucherschutz unteilbar. Wenn die Auflagen notwendig sind, dann müssen für Importe die gleichen Vorschriften gelten wie für unsere Landwirte. Dann darf es nicht sein, dass die Kommission Importe aus Ländern zulässt, wo diese Bedingungen nicht gegeben sind. Dann darf es nicht sein, dass Rinderhalter in Europa bestraft werden, weil in der gesamten Rinderherde eine einzige Ohrmarke fehlt, und Importe zugelassen werden von Rinderherden, wo nicht eine einzige Ohrmarke vorhanden ist! Das können wir so nicht hinnehmen. Wenn die Rückverfolgbarkeit für den Verbraucherschutz so wichtig ist, dann muss die Rückverfolgbarkeit der Produktion auch bei Importen gesichert sein. Wenn das nicht gesichert ist, ist es eine Schikane, wenn wir es von unseren Bauern verlangen.

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Dringlichkeitsantrag, der hier von der Kommission gestellt wird, erfüllt sicher nicht alle Wünsche.

Herr Präsident! Frau Kommissarin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich begrüße es ausdrücklich, dass heute hier im Parlament diesem Dringlichkeitsantrag mit großer Mehrheit zugestimmt wurde. Wir haben hiermit ein Zeichen für unsere Milchbauern gesetzt und haben uns nicht aus der Verantwortung gestohlen. Im Gegensatz zu einer Minderheit von Kollegen aus anderen Fraktionen sehen wir in diesem Antrag ein zusätzliches Mittel, um den Milchbauern in einer schwierigen Zeit Hilfe zukommen zu lassen.

Albert Deß MdEP

Albert Deß Aktuelles:

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg; 06.-09. September 2010 Vorankündigung der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.

„Entdeckt Europa – Europa in der Grundschule“ – das sind 21 Arbeitsblätter und ein Lehrerheft. Sie sollen Grundschulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit dem Thema „Europa“ und „Europäische Union“ vertraut machen und erscheinen jetzt in zweiter Auflage.

Liebe Leserinnen und Leser,

hier finden Sie den aktuellen Förderleitfaden mit den Informationen rund um die Förderprogramme der Europäischen Union. Nutzen Sie ihn!

Albert Deß

Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Deß (CSU), begrüßt den Beschluss der Bundesregierung zur Kürzung der Förderung von Solaranlagen. Es ist unstrittig, dass Solarstrom eine Zukunftstechnologie in Deutschland und gerade auch in Bayern ist. Die Korrektur ist aber notwendig, um falsche Anreize zum Nachteil der Landwirtschaft zu vermeiden.

 

"Die Kür des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 ist eine Provokation", sagte MdEP Albert Deß, Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament. „Die Begründung der Wahl ist pauschalierend, ungenau, unzutreffend und damit schlichtweg falsch." Deß nimmt zur vor kurzem bekanntgegebenen Wahl des Vogels durch den Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und den Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisch Stellung. Statt das Augenmerk der Öffentlichkeit auf seltene und gefährdete Vogelarten zu lenken, nutzen die beiden Organisationen die Gelegenheit, wieder neuen Streit zu entfachen und Teichwirte und Fischer zu diskreditieren, so Deß.